Bei K-1 handelte sich einst um eine japanische Kampsport-Promotion, die über viele Jahre zu den bedeutendsten MMA-Organisationen weltweit gehörte. Vor allem der jährlich ausgerichtete K-1 World Grand Prix im Schwergewicht konnte ein reges Interesse verzeichnen und galt als das härteste Kampfsportturnier auf der Welt.

Das Ziel, welches K-1 mit dem eigenen Regelwerk verfolgte war es, Kämpfer aus verschiedenen Richtungen auf sinnvolle Art und Weise gegeneinander in den Ring zu schicken. Daher kombiniert das Regelwerk beim K1-Stil Elemente aus dem Boxen, Karate, Muay Thai, Taekwondo, Kickboxen und anderen fernöstlichen Kampfkünsten.

Die Popularität der K-1 Events führte mit der Zeit dazu, dass viele Veranstalter und Organisationen auf der ganzen Welt auf das K-1-Regelwerk zurückgriffen und ihre Kämpfe fortan auf diese Weise ausrichteten. Daher war es häufig für Laien nicht ersichtlich, worin die Unterschiede zwischen dem Stil, welchen die Fans im Rahmen einer echten K-1 Veranstaltung bewundern konnten und dem Stil anderer Kampfsport-Organisationen lag, die mit der echten K-1 in der Regel nicht das Geringste zu tun hatten.

Denn bei K-1 handelt es sich eben keineswegs um eine eigenständige Kampfkunst, sondern lediglich um ein Regelwerk, welches gemeinsame Regeln für Kämpfe zwischen zwei Kampfsportlern aus unterschiedlichen Kampfkünsten vorgibt, sodass ein fairer sportlicher Wettkampf gewährleistet werden kann und es wenn möglich nicht zu Verletzungen kommt.

Das „K“ in der Bezeichnung K-1 kommt von den vielen asiatischen Kampfkünsten, die wie Karate, Kung-Fu oder Kickboxen der Katuogi-Familie angehören, was so viel wie Kampfsport-Familie bedeutet. Bei der „1“ handelt es sich dagegen um ein Wortspiel, welches auf die Abkürzung „F 1“, wie die Formel 1 häufig genannt wird, abzielt. Somit erklärt sich dann auch der Name des Turnierformats „K-1 World Grand Prix“ schon fast von selbst.

Die Kämpfe finden nach K-1 Regeln in drei Runden mit einer Kampfzeit von je drei Minuten statt und könne auf bis zu fünf Runden verlängert werden, sollten sich die Punktrichter sich zuvor nicht auf einen Sieger festlegen können. Die im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten deutlich geringere Rundenzeit hängt vor allem mit dem Turnierformat zusammen, in dem ein Kämpfer bis zu drei Kämpfe an einem Abend bestreiten musste.

Daneben sorgte die kurze Kampfdauer auch dafür, dass verbotene Aktionen wie das Clinchen, welches beim Boxen häufig angewendet wird, hier nicht benötigt werden, da die Kämpfer sich im Laufe eines Kampfes nicht derart auspowern.

Nach dem Jahr 2012 stellte K-1 die eigenen Aktivitäten nahezu komplett ein und veranstaltet seitdem keine eigenen Veranstaltungen mehr. Dennoch existiert das Unternehmen, zumindest formal, noch immer und hat mit der Organisation Glory, die ihren Sitz in Singapur hat, sogar einen recht beliebten Nachfolger gefunden, der die eigenen Kämpfe nach dem K-1 Regelwerk ausrichtet und auch ein Turnierformat, welches an den einstigen K-1 World Grand Prix erinnert, ins Leben gerufen.